Esport-Namen, die man kennen muss – TLO (StarCraft II)

Dario Wünsch, den StarCraft II-Fans besser bekannt als TLO, verlässt die große Bühne. Grund genug einmal auf die Karriere des Deutschen zu blicken. Dabei wird klar: TLO ist ein Esport-Name, den man kennen muss.

Mit 30 Jahren ist Schluss für den StarCraft II-Spieler Dario “TLO” Wünsch. Der gebürtige Leipziger gab am 14.09.2020 seinen Abschied von Team Liquid bekannt. Ganze 10 Jahre war TLO Teil der Organisation mit Sitz in den Niederlanden.

Die Anfänge der Karriere

Schon vor dem Release von SCII war Dario aktiv in der Esport-Szene. Strategie-Spiele wie Supreme Commander und auch StarCraft: Brood War brachten dem Deutschen die erste Popularität.

Supreme Commander spielte TLO zusammen mit seinem Bruder. Dort bekam er auch den Namen TLO, eine Abkürzung für “TheLittleOne”. Sein großer Bruder hieß dementsprechend “TheBigOne”.

Mit dem Start der Beta von StarCraft II machte TLO mit kreativen Strategien und ungewöhnlichen Builds auf sich aufmerksam, wie hier im folgenden Video.

Außerdem spielte Dario keine festgelegte Rasse, sondern “Random”. Dabei wird einem eine der Rassen im Spiel zufällig zugelost. Dies machte das Spiel für den Leipziger deutlich schwerer.

In seinem ersten Turnier in SCII, dem TeamLiquid SC2 Invitational #1, spielte sich der Deutsche ohne Organisation bis ins Finale. Seine 1:3-Niederlage gegen White-Ra tat dem Erfolg keinen Abbruch.

Dario Wünsch wurde direkt einen Tag nach dem Turnier von Team Liquid unter Vertrag genommen. Doch nicht nur das: Der deutsche Sympathie-Träger bekam sogar seinen eigenen Fanclub und wurde von der Szene für seine lockere und freundliche Art gefeiert.

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Kein Durchbruch zur Weltspitze

In den darauffolgenden zehn Jahren spielte TLO durchgängig für Team Liquid. Auch wenn die wirklich großen Erfolge ausblieben, schaffte es der heute 30-Jährige, sich ein Preisgeld von über 100.000 US-Dollar zu erspielen. Dabei meist mit Siegen in kleinen Cups oder guten Platzierungen bei größeren Events.

Der ganz große Wurf gelang TLO allerdings nicht. Einer seiner größten spielerischen Erfolge war sicherlich das Erreichen der IEM Sao Paulo im Jahr 2014. Dort konnte sich TLO als einziger Spieler, der nicht aus Korea kommt, ins Halbfinale spielen.

Auch wenn TLO schon länger keine Random-Rasse mehr spielt und sich den Zergs zugewandt hat, für den Sprung in die Weltelite fehlte immer ein Stück. So spielte Dario auch nie auf der großen Blizzcon-Bühne im Rahmen der Weltmeisterschaft. Ein Grund dafür könnten auch seine Handgelenksprobleme gewesen sein, die ihn bis zum Schluss plagten.

Ein Lied von Sympathie und Abschied

Nun fragen sich sicherlich einige, warum man Dario Wünsch als Esport-Namen kennen muss, wenn er doch kaum große Erfolge feiern konnte. TLO verkörpert das, was den Esport ausmachen sollte. Er ist ein Sympathieträger, der sich nie in einen Skandal hat verwickeln lassen und darüber hinaus auch noch kleine Kätzchen in Korea auf der Straße aufsammelt und mit nach Hause nimmt.

TLO ist ein Vollprofi und auch wenn seine SCII-Karriere nun ein Ende findet, wird sich Dario Wünsch mit Sicherheit auch in seinem neuen Job als esports program manager bei Shopify, größter Beliebtheit erfreuen.

Eine komplette Dekade bei einer Organisation zu spielen, zeugt von großer Loyalität. Das hat auch Team Liquid zu schätzen gewusst. In einem tollen Video verabschieden sich die Spieler und der Staff von Team Liquid von ihrem Urgestein.

Auch von uns ein Dankeschön für 10 Jahre TLO-Action in StarCraft II und viel Erfolg bei den neuen Herausforderungen.

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